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Über die Veranstaltung

ZUKUNFT MOBILITÄT - zu unbeweglich für die Verkehrswende?

 

 

Referent: Prof. Dr. Andreas Knie (WZB)

Online-Vortrag - Dienstag, 17. August 2021, um 18.00 Uhr

Mit Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin, konnten wir einen der bekanntesten deutschen Sozialwissenschaftler für unsere Vortragsreihe zur Zukunft der Mobilität gewinnen. Am 17. August wird er die Vortragsreihe mit der Fragestellung eröffnen, wie es uns gelingt die Verkehrswende zu bewältigen und Kreativität uns helfen kann, unsere Unbeweglichkeit in Sachen Automobil zu überwinden.

Deutschland ist das Land des Autos oder noch genauer, das Land des eigenen Autos. Der Individualverkehr jagt von einem Rekord zum nächsten, so das mittlerweile in Deutschland 49 Millionen PKW auf unseren Straßen unterwegs sind und täglich werden es mehr. Mehr werden auch die Staus auf den Straßen und die Zeit die wir in solchen verbringen, die Probleme die wir haben, wenn wir nicht Auto fahren und uns des Transportmittels irgendwie entledigen müssen.

Professor Dr. Knie kennt aus eigener Erfahrung die Probleme, die man hat, wenn man nicht mit dem Auto unterwegs ist. Regelmäßig fährt er mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu seinen Vorträgen und geht so häufig er kann die letzten Meter zu Fuß. Was er dabei erlebt ist typisch für unsere Mobilität, die vollständig auf das Auto zugeschnitten ist. Dabei will er gar nicht die sonderliche Begriffsbestimmung der Bahn zur Pünktlichkeit ansprechen, es geht ihm mehr um die Wege von und zum Bahnhof. Schon in der Stadt kommt Mobilität ohne Auto einem Hindernislauf gleich und ganz am Ende des Möglichkeiten von Mobilität gibt es ja noch den Fußgänger.

Eine Verkehrswende, die den Namen verdient hat kann aber nicht nur darin bestehen, alle Verbrenner gegen E-Mobile zu tauschen, denn damit lösen wir, wenn es gut gemacht ist, ja nur das Problem mit den CO2 Emissionen. Eine Mobilität die dem Menschen und der Natur dient muss allen Bedürfnissen nach Fortbewegung gerecht werden, nicht nur denen des Autoverkehrs. Wenn der Bus im selben Stau steht wie der PKW und die Fahrkarte häufig teurer ist als ein Billigflug, wenn der Fußweg plötzlich im Nichts endet, weil sich niemand bei der Planung mal selbst zu Fuß auf den Weg gemacht hat, dann darf mach sich nicht wundern, dass kein anderes Verkehrsmittel dem Auto das Wasser reichen kann.

Die Frage ist also, wie kann die Verkehrswende gelingen und wie können wir uns aktiv auf den Weg machen, etwas an unseren Gewohnheiten in der Mobilität zu verändern. Prof. Dr. Knie möchte diese Frage weniger aus technischer als aus einer menschlicher Sicht beantworten. Machen Sie sich mit uns auf den Weg, nicht zu neuen Ufern, sondern nur auf die andere Straßenseite und verändern Sie ihren Blickwinkel auf Ihre ganz eigene Mobilität.

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Foto: David Ausserhofer